Tongariro Alpine Crossing

 

Hallo,

 

heute bin ich in Turangi angekommen.

 

Aber der Reihe nach.

 

Nach der Abfahrt in Waitomo bin ich an die Westküste gefahren. An einen Sandstrand aus schwarzem, magnetischem Sand.

 

Auch an einem Wasserfall hab ich mal wieder Halt gemacht.

 

Ist schon manchmal ziemlich einsam auf den Nebenstrecken. Da kommt einem mal 20km kein einziges Auto entgegen.

 

Was mich wundert, ist die Tatsache, dass man ewig nichts sieht, dann um eine Kurve fährt und plötzlich „Achtung Schule“ am Straßenrand steht.

 

Jetzt in Turangi, am Südufer des Lake Taupo, bei einem Bier und einer Pizza lasse ich den Tag ausklingen und freuen mich auf morgen mit der Alpine Crossing tour.

 

Auch in Neu Seeland läuft nicht immer alles glatt. Sollte morgens um 5 mit einem Shuttle an den Startpunkt des Alpine Crossing gefahren werden. War eigentlich auch pünktlich da, aber in dem dunklen Wald und ohne Beleuchtung habe ich einfach die Einfahrt zum Treffpunkt nicht gefunden.

 

Mit 2 Stunden Verspätung ging es dann endlich los. Zum Glück, selbst jetzt waren nur Wolken und Nebel unterwegs. Während unser Fahrer noch ein Gebet für unsere Sicherheit sprach, wurde er rüde für ein Foto von seinem Platz verdrängt.

 

Der Aufstieg war anfangs gar nicht mal so schwierig. Es ging über Stege und gut ausgebaute Wege langsam und stetig bergauf. Nach circa 2 Stunden ging es in den steileren Teil des Aufstieges. Und hier kamen nun die erwähnten Treppenstufen ins Spiel. Über gefühlte 1.000.000. Stufen ging es den Berg hinauf. In böigem Wind, im Nebel. Ein paarmal wollte ich umkehren, dann kamen mir aber wieder die Treppenstufen ins Gedächtnis und die wollte ich nicht noch einmal gehen.

 

Endlich oben angekommen verschwand auch der Nebel und gab einen wunderschönen Blick auf die Kraterlandschaft frei.

 

Über einen steilen, aus losem Gestein bestehenden Anhang ging es hinunter. 5m breit, links und rechts einen Abhang vom 30m, 300 Leute auf dem schmalen Stück, aber sonst überall „Safety First“.

 

Dann ging es hinauf zum Kratersee(ohne Treppenstufen). Ebenfalls ein wunderschöner Anblick.

 

Kurze Rast und dann der Abstieg.

 

Jetzt kamen die nächsten gefühlten 700.000 Treppenstufen, verteilt auf 3 Stunden.

 

Als ich endlich am Treffpunkt war, waren die Beine ganz schön in Mitleidenschaft gezogen. Die Oberschenkel brannten, die Knie wollten auch nicht mehr so recht und die Füße wollten auch aus den Schuhen.

 

Noch schnell ein „Finisher Bier“ von unserem Fahrer. Ebenso ein Dank an die Götter, dem ich mich nur anschließen konnten.

(Nachtrag: sind wohl nur so um die 40.000 Stufen)

 

Heute hab ich auf dem Campingplatz verlängert, um mich ein wenig auszuruhen. Bin in ein Militärhistorisches Museum gefahren und habe mir angeschaut wo die Kiwis überall im Krieg sind und waren.

 

Danach noch im lokalem Vulkan Museum gewesen, mich im Erdbebensimulator durch rütteln lassen und wieder auf den Campingplatz.

 

Morgen will ich nach Wellington, damit ich meine Fähre am 5. erreiche.

 

Kia Ora

 

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